Hong Qu

rot fermentierter Reis 

Der rot fermentierte Reis (Hong Qu) wirkt primär regulierend und unterstützend auf das Verdauungssystem, ebenso wie auch viele andere fermentierte Nahrungsmittel. Mit seinem süß-warmen und trockenen Charakter wirkt er insbesondere auf Milz, Magen, Leber und Dickdarm. 

Chinesisch gedacht, tonisiert und kräftigt er speziell die Milz und fördert die Verdauung, indem Feuchtigkeit aus dem Verdauungstrakt beseitigt wird. Er trocknet den Magen und sollte daher nicht bei Milz- und Magen-Yin-Schwäche oder Hitze eingesetzt werden. 

Bedingt durch die rote Farbe wirkt Hong Qu auf das Blut ein. Es geht direkt zum Ying und bricht die Stagnationen (Po Xue Yu / Hua Yu) auf. Indem fördert es die Blutzirkulation (Huo Xue) und verlängert den Lochienfluss bei gestörtem Abfluss. Darüber hinaus kann es in der Behandlung von Darm-Wind-Hämorrhoiden eingesetzt werden. 

— Achtung: Aufgrund der Blut-aktivierenden Eigenschaften ist es in der Lage, den Fötus zu verletzen, daher sollte es nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden. 

Westlich gesehen wird dem rot fermentieren Reis eine Cholesterin-senkende Wirkung zugeschrieben, die vergleichbar mit der von Statinen ist, im Handel erhältlich als Monascus purpureus, oder Monascolin K. Kritisch betrachtet werden sollte, dass Statine, mit einem festgelegten Wirkstoffgehalt, gezielt für eine Cholesterin-senkende Wirkung eingesetzt werden, während bei Hong Qu die entsprechende Wirkstoffkonzentration nicht zuverlässig garantiert werden kann. Da die Wirkstoffgehalte, bedingt durch unterschiedliche Ursachen, sehr stark variieren können, ist die genaue Dosierung von Hong Qu für den  gewünschten therapeutischen Effekt, wie er durch den Einsatz von Statinen generiert wird, unbekannt. 

Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass Fermentationsprozesse nicht genau kontrollierbar sind und somit auch die Bildung negativer Stoffe, wie Aflatoxine, nicht ausgeschlossen werden können. Abgesehen davon wird Hong Qu in der Tradition der Chinesischen Medizin äußerst selten als Einzelkraut eingesetzt,  sondern meist in einer Rezeptur, gemeinsam mit anderen Arzneien. 

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